Mein Leben mit Hunden 

Brigitte

Anno 1951, als meine Mama mit mir von der Entbindungsstation der Uniklinik Düsseldorf entlassen wurde, lag mein allererster Hund „Sonja“, eine Foxterrierhündin bereits in meinem Laufstall und später im Kinderbett.
Ja, ja, so fing alles an und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Nur die Hunderassen wurden nach und nach größer und natürlich mein Bett.
 

OK, ich pass auf den Babyspeck auf

Hätte das Kind Essmanieren,
wäre das nicht nötig

 

Muss wohl öfters auf den Tisch hauen.

Gut dass die schnell gewachsen ist.

 

 

 

Mit unserem Sonnenschein wurde zweimal gezüchtet. An den ersten Wurf erinnere ich mich nicht mehr, den zweiten habe ich als Fünfjährige in guter Erinnerung.

 



Keine Ahnung, wieso meine Eltern nicht
 eines der Kleinen behalten haben, leider 
kann ich sie nicht mehr fragen.

 

Früh geübt und beibehalten

 

„Sonja“, meine kleine Maus, die mein Leben stark geprägt hatte, wurde 14 Jahre alt; ihr letzter Tag war einer der schlimmsten für mich.

 

Falko, mein erster Rüde

 

 

Ein kleiner Schäferhund aus dem Tierheim trat die Nachfolge an. Ein toller Kumpel, der mir u.a. erfolgreich durch die Pubertät half. Mit diesem Freund war ich stundenlang unterwegs, nur leider mochte er, sehr zum Gefallen meines Vaters, keine pickeligen Jungs. „Falko“ hatte ein langes, ausgefülltes Hundeleben, er wurde 16.

 

                                                         Als Hundenarr hat man einen „Vogel“



„Nixe“, 
mein Urlaubshund aus dem Westerwald

 

 

 

 











 

 





Mit 17 lernte ich ne Menge über Hundehaarpflege. Ein Colliewelpe amerikanischen Standards, der mir nur zur Hälfte gehörte, (Hauptbesitzer war mein Onkel) kam, sah und siegte. Ein Power Hund, der im Umgang mit Fremden sehr kompliziert war. Rüde „Bingo“ war bezüglich seines Charakters eine Art Vorreiter für meine spätere Kuvasz-Haltung. Er begleitete mich durch Hochs und Tiefs, zum Beispiel durch die Schwangerschaft. Bingo liebte mein Baby so sehr, dass er einmal sogar nach mir biss um zu sagen: „Hey, lass den Kleinen zufrieden.“ Bingo starb mit 12 Jahren an einem Wespenstich und ich starb ein bisschen mit ihm.

Es folgte eine traurige hundelose Zeit. Gut, ich hatte meinen Sittich, mittlerweile „Peter den Dritten“, und nach dessen Ableben kam Kater Percy, doch ein Hund fehlte mir sehr, und es sollte wieder ein Collie sein.

Es kam ganz, ganz anders.
Rückblickend, noch zu „Bingos“ Zeiten, schleppte mein Man mich zu einem Kollegen namens Bruno Bujack, seines Zeichens Kuvasz-Züchter, der gerade Welpen hatte. Ich machte zwangsläufig Bekanntschaft mit dem Kuvasz-Muttertier „Divat“. Nie zuvor hatte ich einen solchen Hund gesehen. Nie zuvor hatte ich Angst. Niemals hätte ich geglaubt später mal so einen Hund zu haben.

Ich war dieser Divat mehr als unsympathisch, sie spuckte Gift und Galle. Warum? Nun, ich war eine Art Konkurrentin und solche werden in freier Natur ausgeschaltet. Ja, doch, diese Rasse hat sich die Natur bewahrt!

Nach einer Zeit wurde aus der boshaften Ziege eine neugierige Hündin, die ständig an meinem siebten-Monats-Bauch herumschnüffelte. Ich ließ es zu, sprach mit ihr und sie wurde freundlich. Sogar ihre Welpen durfte ich berühren und auch sie selbst, ich mochte dieses Biest.

 

 

14 Jahre vergingen bis zum Erwerb eines eigenen Kuvasz-Biestes: „Alandia-Aszia“, mit allen Wassern gewaschen. Zwei Jahre später kam „Andros“, ein Kuvasz-Rüde neun Jahre in „Pflege“. 4 Jahre später wurde seine Tochter „Arany“ ebenso mein persönlicher „Pflegefall“.

Aszia

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Harcos

 

Andros

 

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Arany

 

Ich habe die beiden zu Pflegefällen deklarieren müssen, um meinen Mann zu hintergehen, denn niemals hätte der mir 3 Hunde, gestattet und durch diesen gemeinen Trick hatte er jeweils genügend Zeit sich zu gewöhnen. Seine Retourkutsche hieß: Kater „Schröder“, ein Persermix, ganz legal während meiner Abwesenheit gekauft.

Drei Hunde und zwei Kater, das volle Programm. Jahre später kam der Moment, von dem man weiß, dass er kommt, nur mein „Ranchen“ war noch da. Ich wusste von einem Kuvasz-Rüden in Not, verkaufte meinem Mann erneut erfolgreich die „nur-zur-Pflege-Story“ und holte „Harcos“ aus Hamburg ab. Unser Dicker ist heute über 1 ½ Jahre bei uns und durch ihn entstand wieder ein Rudel - ein kleines. Ob es noch wächst? Na, schau'n wir mal. 

 

Anfang August 2004

Ein Monat mit sehr viel Freude und noch mehr Trauer. Unser Rudel war gewachsen in Form einer süßen Mudi-Hündin namens Ivory, diesmal ganz legal „eingekauft“. Liebe Leser, ich merke, sie sind auf Grund meiner Hundeanamnese erstaunt. Sie haben recht, klar hat mein Mann mal wieder versucht sein Durchsetzungsvermögen unter Beweis zu stellen – Zitat: „Es gibt keinen dritten Hund, ich will es nicht!“ Also bin ich diesmal eine andere Schiene gefahren, ich habe schlicht und ergreifend das Heulen angefangen – täglich und sehr intensiv. „Liegt Dir denn wirklich so viel daran?“ Super, dachte ich, es hat geklappt.

 

Ende August 2004

Wir waren glücklich mit unserem kleinen Rudel, alles war bestens, alles war intakt – so dachten wir. Ich hatte wohl seit einiger Zeit gemerkt, dass etwas mit Harcos nicht stimmte. 

  • Zum Beispiel konnten Tauben vor seiner Nase herumspazieren – keine  Reaktion. Sehschwäche bzw. beginnende Blindheit wurde ausgeschlossen.
  • Manchmal stand er sabbernd auf ein und demselben Fleck, rief ich  seinen Namen, reagierte er sehr verzögert.
  • Häufiges Humpeln von jetzt auf gleich – mal in der Vorderhand,  mal in der Hinterhand, am nächsten Tag wieder weg. Auch hier wurde keine Erkrankung festgestellt.
  • Ab und zu stand er vor seinem gefüllten Fressnapf und starrte eine Weile hinein, bevor er anfing zu futtern.
  • Sein Spieltrieb war wie ausgelöscht. 

Die Diagnose: Hirntumor. Er war erst 7 Jahre alt und nur 4 Jahre bei mir, und es tut immer noch weh. Kein Hund ist zu ersetzen sagten wir uns! Niemals wieder einen Kuvasz-Rüden, sagte ich, und wusste, dieses schon einmal gesagt zu haben.

Vielleicht doch, irgendwann, ich glaube eher nicht, und…

ein Jahr später war Janos bei uns. Und stellen Sie sich vor, keine Pflege-Story, keine Lügestrategien, kein Heulen, keine endlosen unerträglichen Diskussionen meinerseits. Mein Mann hatte keine Einwände, im Gegenteil, er wollte auch und freute sich sogar – ich war total verunsichert. Vielleicht ist er nur müde geworden, mir in Hundeanschaffangelegenheiten zu widersprechen.

 

 

Mein Leben mit Brigitte

Reiner

Ich bin leider, bis auf die belgische Schäferhündin Asta unserer Nachbarn, die ich zu ausgedehnten Spaziergängen mitnehmen und zumindest während dieser Zeit mein Eigen nennen durfte, tierlos aufgewachsen. Nach meiner Studienzeit lernte ich durch meinen guten Kollegen Bruno Bujack, mit dem ich ab und an die Hunde eines Düsseldorfer Schäferhund-Züchters ausführte, die Rasse Kuvasz – in Persona „Divat aus dem Graingau“ – kennen. Von da an stand für mich fest: Wenn einen Hund, dann einen Kuvasz! Wiederum Jahre später traf ich durch meine Frau auf den Collie-Rüden „Bingo“. Ein toller Kerl, der mich wider seine Art – er hasste Männer – von der ersten Begegnung an mochte.


                

                 Asta                                                                                 Divat



Bingo

Nun ja, wie mein Schicksal bezüglich Tierhaltung bestimmt wurde, hat meine Frau ausführlichst beschrieben; allerdings muss hier noch richtiggestellt werden, dass sie meine Dienstreisen schamlos ausnutzte und alle Tiere, bis auf Aszia und Schröder, in dieser Zeit ins Haus holte. Kam ich nach Hause, erwarteten mich folgende Erklärungen:

                    Bei Wellensittich „Peter d. III.“:              „Vorübergehend, nur als Urlaubsgast.“

                    Bei „Percy vom Tierasyl“:                      „Na ja, wenn’s gar nicht klappt, nimmt ihn meine Mutter.“

                    Bei „Andros“:                                          „Der bleibt nur 10 Tage, wirklich!“

                    Bei „Arany“:                                            „Die Züchter ziehen um und baten, sie nur für diese Zeit zu nehmen“.

                    Bei „Harcos“:                                          „Der steht auf der Notliste und soll ins Tierheim. Er bleibt nur solange, bis ein

     Besitzer gefunden ist“.

 

Gut, Brigittes „Vogel“ war mir egal. Zu Percy, ich war auf der Couch eingeschlafen und, als ich aufwachte, sah ich das stinkige, klebrige, hässliche Etwas friedlich schnurrend auf meiner Brust, ich hatte verloren. Bei „Andros“ allerdings muss ich eine Vorahnung gehabt haben. Ich hatte, was normalerweise nie der Fall war, aus Korea angerufen und gefragt, ob es etwas Neues gibt, just in dem Moment, in dem Andros endgültig zu uns gebracht wurde. Nun, es gab nichts Neues! Bei meiner Rückkehr hörte ich jedoch nicht nur Aszias bekanntes, sondern auch ein sonores Bellen: Andros, ein toller Kerl, ich hatte abermals verloren.

Was „Arany“ betrifft, hatte Brigitte vergessen den Impfpass zu verstecken, in dem sie bereits als Besitzerin eingetragen war. Schließlich Harcos, noch in der Haustür wurde ich, obwohl er normalerweise Fremden gegenüber äußerst misstrauisch ist, überschwänglich begrüßt. Meine Brille wurde geputzt, Haare und Gesicht mit einem angemessenen Geruch versehen. Ich liebe Sabber, ich hatte wieder verloren, noch am Abend habe ich, was wider Erwarten noch nicht geschehen war, wortlos Brigitte als neue Besitzerin in seine Papiere eingetragen.

Abschließend nur das Eine: Sollte ich nach Hause kommen, und mich ein Pony aus dem Fenster anschauen, mache ich auf dem Absatz kehrt.

Unser Rudel zu diesem Zeitpunkt


         




Anfang August 2004
Nachdem unsere Bauernschaft bereits 3 Tage unter Wasser stand, und mir Brigittes verheulte Augen herb auf die Nerven gingen, blieb mir nichts anderes übrig, als Ivory in die Familie aufzunehmen, ich habe es bis heute nicht bereut.

Ende August 2005
Eine gute Idee! Ich brauche auch wieder einen Rüden, so sah dann unser Rudel am 23.11.2005 aus:
 
 



Malte
 
Was lange währt, wird endlich gut: Wir haben unseren ersten Enkel:
 
Geboren:    27. Juli 2008 um 2:57 Uhr
 
Gewicht. 3850 Gramm
 
Größe: 55 cm


Nun, alles schien gut. Es kamen nur noch Kater Moses und Wallach Lassandro hinzu - beide sind auf ihren eigenen Seiten beschrieben.
Dann stand wieder ein freudiges Ereignis an:

Helge
 
Wir haben unseren zweiten Enkel:
 
Geboren:    27. Juli 2008 um 2:57 Uhr
 
Gewicht. 3850 Gramm
 
Größe: 55 cm
 


Das soll nun der letzte Familienzuwachs sein, oder kommt noch eine Enkelin dazu?

 




Brigitte und Reiner Pick
Schreibenwiesen 23
D-49525 Lengerich

Telefon: 0049-(0)5482-925676







Mittlerweile hatte Brigitte auch ihre Kräuterspirale,




die sich aus einem Miniteich von 60 cm Durchmesser ihr Wasser zieht:,



und schon hatte sich unser Rudel abermals vergrößert:


      

Frieda                                                und                                               Frieder



Brigittes zweite große Liebe sind Pferde

    

Zwiegespräch

 



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