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Ich
armer Hund
02.
Juli 1992
-
- Als
Hundebaby ist doch klar,
- da
war ich noch der Superstar.
- So süß
und lieb und kugelrund,
- ein
braver Hund, ein guter Hund.
- Dies
leider nur von kurzer Dauer,
- darüber
war ich ziemlich sauer,
- denn
was dann folgte, Euch tu ich's kund:
- Verdammt,
ich war ein ARMER HUND!
- Da
zeig ich meiner neuen Meute
- doch
stolz die Teppichfransen-Beute!
- Geschrei,
Geschimpfe: "Nein, pfui, aus!",
- ich
auf dem schnellsten Weg hinaus,
- schnapp
mir in meiner großen Wut,
- flink
noch des Frauchens Lieblingshut,
- geflogen
kam das Schlüsselbund!
- Verdammt,
ich war ein ARMER HUND!
-
- Das
Stuhlbein nahm ich mit Gewalt,
- man
grob und derbe mit mir schalt.
- Vergeß
ich nie, den Nage-Spaß,
- schmeckt
besser als so'n Einheitsfraß.
- Damokles
Schwert kam auf mich nieder
- denn
Herrchens Buch, das hatt' ich wieder.
- Kissen,
Couch und all den Plunder
- von
mir zerbissen, das gab Zunder.
- Radau,
Geplärr um so viel Schund,
- verdammt,
ich war ein ARMER HUND.
- Dann
war da noch, ich will's gesteh'n,
- das
blöde Sauberkeitsproblem.
- Schnell
hatte ich die Schnauze voll,
- von
dem Gebrüll, wenn Pipi quoll.
- Auch
auf dem Perser ein kleiner Haufen,
- "Mensch",
sollt ich in den Garten laufen?
- Die
Zeitung klatscht, mein Popo wund ???.
- Verdammt,
ich war ein ARMER HUND.
- Im
Garten buddeln, ach du Schreck,
- die
schönen Beete, die war'n weg.
- Auch
störte mich das Apfelbäumchen,
- dort
mach ich heute nämlich Häufchen.
- Dann
kam der Augenblick im Leben,
- nach
dem ich nie mehr werde streben.
- Die
Wurst, die mich so angelacht,
- die
brachte mir den größten Krach.
- Ich
ward' geseh'n, weg war das Pfund,
- verdammt,
ich war ein ARMER HUND.
- Dann
kam das schlimmste auf mich zu,
- die
gönnten mir ja niemals Ruh!
- Die
Hundeschule wurd' probiert,
- ich
war beträchtlich irritiert:
- "Sitz,
Fuß, bleib, Platz",
- das
war doch wirklich für die Katz,
- denn
wie die heute alle wissen,
- hab'
ich denen was gesch......
- Warum?
Wieso? Ich hatt' nen Grund:
- Verdammt,
ich bin kein BLÖDER HUND!!!
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