- Geliebter Mensch,
- 15. August 2002
-
- nur
kurz war ich Gassi, dann warst du weg.
- Bin
zurück an die Stelle, wo Dein Auto stand,
- ich
wusste, Du kommst zurück.
- Ganz
brav habe ich Platz gemacht,
- zwei
Tage und zwei lange Nächte,
- Du
wärest stolz auf mich gewesen.
- Plötzlich
habe ich es nicht mehr ausgehalten
- im
fremden Wald, und bin zur Straße gelaufen.
- Viele
Autos kamen, aber keines hat angehalten.
- Du
warst bestimmt traurig, mich nicht zu finden,
- so
habe ich angefangen, Dich zu suchen.
- Überall.
- Ich
hatte Glück, es kamen Menschen auf mich zu.
- Ich
lief ihnen freudig entgegen;
- sie
haben mir sehr weh getan.
- Ich
konnte nicht mehr so gut laufen,
- auf
einmal wurde mir ganz schwindelig.
- Ein
Knall ließ mich aufschrecken.
- Vor
Angst habe ich gezittert,
- warum
warst Du nicht bei mir?
- Wollte
mich verstecken, war aber zu schwach.
- Die
Männer mit den Gewehren sahen mich, es war zu spät.
- Doch
- einer lächelte, ich wurde gestreichelt.
- Das
tat so gut.
- Er
half mir in ein Auto, ähnlich wie Deines, und fuhr mit mir davon.
- Menschen
in weißen Kitteln nahmen mich ihm weg,
- sie
rochen nicht gut.
- Ich
hatte Angst.
- Vielleicht
brachten Sie mich zu Dir?
- Ich
schlief ein.
- Streichelnde
Hände und gütige Stimme machten mich wach,
- ich
hob den Kopf.
- Der
Mann, der gelächelt hatte, war bei mir.
- Ich
konnte nicht aufstehen, mein Bein tat sehr weh.
- Ich
leckte seine Hand.
- Vorsichtig
nahm er mich hoch und brachte mich in mein neues Heim.
- Geliebter
Mensch!
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