Vorfahren

Alandia Aszia vom Wiesenhof

 

 

 

Alandia Aszia vom Wiesenhof
Besitzer & Foto: B. Pick

                                                   

                                                    Eibus Elund                                                                            Haluska von den großen Strolchen
                                     Besitzer & Foto: Solveigh Kristensen                                                                       Besitzer & Foto: Jochen Danger

           

                 Fehér-Kabai Egon                                      Eibus Areia                         Dino v.d. großen Strolchen    Anika v.d. großen Strolchen
             
                   NN                                                              NN                                 Besitzer & Foto: Barbara Wichmann       Besitzer & Foto: B. Wichmann

 

Haluska, so eine Mama wünscht sich jeder! Wir trafen sie das erste Mal Anfang Juni '90 in Eutin, als ihre Welpen drei Wochen alt waren, und wir uns aus ihrem Sechser-Wurf  unsere Aszia aussuchten. "Lusche" wurde sie liebevoll von ihrem Besitzer gerufen, und am liebsten hätten wir sie uns geschnappt und mit nach Hause genommen. Ein Prachtmädel war das. Ungefähr ein Jahr später waren wir für ein Wochenende bei ihr zu Besuch. Gespannt war ich auf die Begrüßungszeremonie zwischen Mutter und mittlerweile erwachsener Tochter.

Voranstellen möchte ich hier, dass Aszia ein Satansbraten war. Bereits mit vier Monaten versuchte sie, eine ausgewachsene Hündin auf deren Grundstück zu attackieren. Spaziergänge waren anfangs auch stressig, neun Hunde ließ sie passieren, beim zehnten setzte der Blutrausch ein. Größenwahn zeigte sie ebenso mit zehn Monaten im Zoo, dort wollte sie sich auf eine Löwin stürzen und wenig später auf einen ausgewachsenen Geparden. Mal ganz abgesehen davon, dass sie Angriffe dieser Art niemals überlebte hätte, wunderte mich diese Selbstüberschätzung sehr. Zufrieden war sie, als zwei kleine Panther verschreckt über ihren verbalen Aufstand in einen Winkel flohen. Ein ganz anderes Verhalten zeigte Aszia bei den Wölfen, sie kokettierte mit dem Anführer. Und deswegen die Spannung auf das Wiedersehen mit ihrer Mutter.
Wieso kann sich ein Hund dermaßen wandeln. Aszia wurde plötzlich höflich, kein Knurren, als Mama sie beroch und bestieg. Mein Hund zeigte Zurückhaltung ohne Angst. Das belohnte Haluska, sie buddelte einen ekeligen verfaulten Knochen aus dem Boden und überreichte ihn ihrer Tochter. Nicht lange dauerte es, als mein Hund wieder "normal" wurde. Eine Schwester kam ebenfalls zu Besuch. Diesen Überfall darf man nicht dulden, nein! Die Geschwister standen Nase an Nase und jeden Moment geht das Spektakel los, dachten wir. Haluska jedoch ging ganz ruhig auf die beiden Furien  zu, hob die Rute, schob ihren Kopf zwischen die Nasen, blieb stehen und Ruhe war. Den ganzen Nachmittag.
Vor etwa vier Jahren erhielt ich einen Anruf  von Haluskas Besitzer - immer noch kommt die Gänsehaut. Er saß auf der Wiese und schaute auf seine beiden Hündinnen. Plötzlich drehte sich Haluska um, ging auf ihn zu, schmiegte sich an ihn und schaute ein letztes Mal zu ihm hoch. Dann legte sie ihren Kopf in seinen Arm und schlief ein. "Lusche" wurde 14 Jahre alt.
 
Eibus Elund hatte Geburtstag und lud all seine Kinder zu einem Treffen inkl. CACIB-Ausstellung nach Dänemark ein. Wir verpassten das Schiff, verpassten die Hälfte der Ausstellung, aber nicht das Treffen. Voller Stolz präsentierte seine Besitzerin ihren frisch gebackenen Champion - seine Blagen standen unbeeindruckt Spalier. Aus Vorsichtsgründen sollte ihn keiner anfassen. "Er sei heute sehr nervös", hieß es. "Wahrscheinlich wegen so einer läufigen Hündin, die mal wieder auf dem Gelände ist", hieß es. Au Backe, wo ist ein Loch in das ich verschwinden kann, dachte ich. Unbemerkt schlich ich mit Aszia davon und mied jeglichen Kontakt zu Rüden und deren Besitzer. Vergebens! Erstere benahmen sich wie die Schmeißfliegen. Dennoch, geschickt flogen wir nicht auf.

So kam es, dass ich  Aszias Papa  nur aus einer gebührenden  Distanz bewundern konnte, schade,  ich hätte ihn gern einmal gestreichelt und mich für sein Töchterchen "bedankt"!